Projektbeschreibung: „Artenreiche letzte Ruhestätte – der Friedhof ein Ort für Alle“

Unsere Teil-Projektbeschreibung: „Artenreiche letzte Ruhestätte – der Friedhof ein Ort für Alle“
Das geplante Projekt umfasst die Idee, den Friedhof als einen multifunktionalen Lebensräume-Park zu entwickeln, der sowohl den Bedürfnissen der Trauernden als auch
den Bedürfnissen von Pflanzen und Tieren gerecht wird. Dieser innovative Ansatz fördert die Artenvielfalt, berücksichtigt die Herausforderungen des Klimawandels und schafft
einen Raum, in dem Menschen und Natur harmonisch koexistieren können.

Das Hauptziel des Projekts ist die Qualifzierung eines Friedhofs, der als Lebenswege-Park fungieren soll.
Dieser Ort soll dazu einladen, die Themen Geburt, Leben und Tod in einem positiven Licht zu betrachten.
Durch die Integration von Pflanzen, Oasen, Skulpturen und Sinnensprüchen soll eine Atmosphäre des Verweilens, Trauerns, Genießens und der Ruhe entstehen.
Zudem soll der Friedhof als Rückzugsort für Tiere und Pflanzen dienen und die Biodiversität fördern.

Projektinhalte
1. Artenvielfalt fördern
• Bepflanzung naturnaher Gräber: Einführung heimischer Wildstauden und Wildgehölze, die Lebensraum und Nahrung für Insekten und Vögel bieten.
• Gestaltung mit natürlichen Materialien: Verwendung von Holz, Lehm und Naturstein zur Schaffung einer harmonischen und nachhaltigen Umgebung.
2. Innovative Bestattungsformen
• Erweiterung der Bestattungsangebote: Einführung von insektenfreundlichen Bestattungsformen und naturnahen Gräbern, die das biologische Gleichgewicht fördern.
• Integration von Symbolpflanzen: Verwendung heimischer Pflanzenarten wie Vergissmeinnicht, Efeu und weiße Lichtnelke anstelle exotischer Varianten.
3. Schaffung von Ruhezonen und Begegnungsstätten
• Oasen für Mensch und Tier: Entwicklung von Ruhezonen mit Sitzgelegenheiten, die sowohl den Menschen als auch der Tierwelt zugutekommen.
• Skulpturen und Sinnensprüche: Gestaltung von Bereichen mit künstlerischen Elementen, die zum Nachdenken anregen und die Verbindung zwischen Leben und Tod thematisieren.
4. Bildung und Qualifzierung
• Workshops und Schulungen: Durchführung von Qualifzierungsmaßnahmen für Interessierte zur naturnahen Bepflanzung, Pflege von Gräbern und Förderung der Biodiversität.
• Kooperationspartner: Einbindung von Einwohnenden, Naturschutzverbänden und Kleingartenvereinen zur Unterstützung und Durchführung von Bildungsangeboten.

Umsetzung
Die Umsetzung des Projekts erfolgt schrittweise:
1. Bedarfsanalyse und Planung: Analyse der aktuellen Situation und Identifkation von Flächen für das Modellprojekt.
2. Gestaltungskonzept entwickeln: Zusammenarbeit mit Landschaftsarchitekten und Botaniker zur Entwicklung eines nachhaltigen Gestaltungskonzepts unter Einbeziehung der Friedhofsnutzer.
3. Workshops: Umsetzung von Musterflächen mit naturnahen Gräbern und Freiflächen, um erste Erfahrungen zu sammeln.
4. Evaluierung und Anpassung: Nach der Pilotphase erfolgt eine umfassende Evaluierung, um das Konzept weiter zu optimieren und übertragbar zu gestalten.

Das Projekt „Artenreiche letzte Ruhestätte – der Friedhof ein Ort für Alle“ hat das Potenzial, Friedhöfe zu klimafitten öffentlichen Grünräumen mit einer hohen Biodiversität zu transformieren und sie als lebendige, artenreiche Räume zu etablieren.
Durch die Verbindung von Trauer und Leben, Mensch und Natur wird ein Ort geschaffen, der sowohl den Bedürfnissen der Trauernden als auch der heimischen Flora und Fauna
Rechnung trägt. Darüber hinaus leistet dieses Konzept einen wertvollen Beitrag zur Förderung der Biodiversität und zur Sensibilisierung der Bevölkerung für die Bedeutung naturnaher Gestaltung.
Das Projekt ist übertragbar auf alle teilnehmenden LAG/Regionen.


im Rahmen des Förderprogramms LEADER/ELER liegen für 4 Projektpartner auf der Grundlage der Kooperationsvereinbarung zu einem gebietsübergreifenden Kooperationsprojekt seit 18.9.2026 die Zuwendungsbescheide der Investitionsbank Sachsen-Anhalt vor.